Digitales Denkmal für die NS-Opfer. 

Ein besonderes Projekt der Erinnerungskultur wurde von den „Arolsen Archives“ ins Leben gerufen: Unter #everynamecounts ist jeder Interessierte eingeladen, die Namen und Daten von Opfern und Überlebenden des Nationalsozialismus zu erfassen. „So beschäftigst du dich aktiv mit der Vergangenheit und setzt ein Zeichen für Respekt, Vielfalt und Demokratie heute“, meinen die Verantwortlichen. Die „Arolsen Archives – International Center on Nazi Persecution“ sind das internationale Zentrum über NS-Verfolgung mit dem weltweit größten Archiv zu den Opfern und Überlebenden des Nationalsozialismus. Die Organisation hat ihren Sitz in der nordhessischen Stadt Bad Arolsen. Die Sammlung mit Hinweisen zu rund 17,5 Millionen Menschen gehört seit Juni 2013 zum UNESCO-Weltdokumentenerbe. Sie beinhaltet verschiedenste Arten von Dokumenten zu den verschiedenen Opfergruppen des NS-Regimes, zur Zwangsarbeit sowie zu „Displaced Persons“ und Migranten nach 1945.

Die Dokumente im Arolsen-Archiv, in denen die Schicksale der 17,5 Millionen Menschen belegt werden, sind bereits eingescannt. Um sie aber in einem im Aufbau befindlichen Online-Archiv weltweit auffindbar und sichtbar zu machen, müssen die (ursprünglich handschriftlich oder mittels Schreibmaschine erfassten) Informationen in eine Datenbank eingetragen werden – mit der Hilfe Freiwilliger. Bisher haben über 400.000 freiwillige Unterstützer und Unterstützerinnen geholfen; mehr als 10 Millionen Dokumente sind so schon bearbeitet worden. Wer mitmachen möchte, braucht dafür einen Internetzugang und einen Bildschirm. Hilfreich ist das Format eines Tablets oder größer, aber auch mobil ist die Eingabe gut möglich. Schon 5 Minuten reichen für ein Dokument, das so zu einem neuen Baustein im digitalen Denkmal wird.

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